Leipzig-Gohlis

Der Stadtteil "Gohlis" befindet sich im Norden der sächsischen Stadt Leipzig, ihrerseits die größte Stadt (mit Hinblick auf die Einwohnerzahlen) im Bundesland. Gohlis wurde im Jahr 1890 in die Stadt eingegliedert, zuvor handelte es sich hierbei um eine selbständige Gemeinde. Heute zählt Gohlis mehr als 43.000 Einwohner (Zahlen vom Ende des Jahres 2016), was anhand der Fläche einer Einwohnerdichte von exakt 8159 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Damit gehört der Stadtteil nicht zu den Teilen von Leipzig mit hoher Bevölkerungsdichte, wie es beispielsweise eher auf die Innenstadt zutrifft. Die Postleitzahlen "04157" und "04155" erfassen diesen Stadtteil, die Telefonvorwahl ist die "0341".

Gohlis ist, wie auch andere Teile von Leipzig, ausgesprochen gut an die regionale Infrastruktur gekoppelt. Die S-Bahn-Linien S 1 und S 3 erreichen diesen Stadtteil ebenso wie die Straßenbahnlinien 4, 10, 11 und 12. Mit dem Bus lässt sich Gohlis wahlweise über die 80, 85 oder 90 ansteuern. Wer mit dem Auto in Leipzig unterwegs ist, erreicht den Stadtteil im Norden über die Bundesstraße 2 und 6 oder klassisch durch den Stadtverkehr. Seit der Eingliederung von Gohlis zu Leipzig, hat sich der Stadtteil noch einmal dreigeteilt. Aktuell existieren deshalb die Ortsteile Süd, Mitte und Nord. Auf Leipzig betrachtet, werden sie alle zum Stadtbezirk Nord gezählt.

Gohlis besitzt einige Sehenswürdigkeiten, so beispielsweise die Kath. Kirche St. Georg oder die evangelische Friedenskirche. Auch die evang. Versöhnungskirche in Gohlis-Nord besticht mit einer prägnanten Architektur. Klassische Sehenswürdigkeiten, die Touristen anziehen und speziell in diesen Stadtteil von Leipzig verschlagen würden, fehlen aber nahezu gänzlich. Primär handelt es sich um ein Wohngebiet, welches etwas mehr als ein halbes Dutzend Schulen besitzt und in der Vergangenheit vor allem vom Militär intensiv genutzt wurde. Einige der Plattenbauten im Norden sind damals speziell als Unterkünfte für Angehörigen des Militärs erbaut worden.

Trotz der überschaubaren Größe hat Gohlis in den vergangenen zwei Jahrhunderten einige bekannte Töchter und Söhne hervorgebracht. So Karl Wittgenstein, ein bekannter Unternehmer, Gustav Kuntzsch, ein Holzbildhauer, oder Max Kuntsch, welcher als Imker und Bienenforscher tätig war. Verglichen mit Gesamt-Leipzig gilt der Wohnungsmarkt in Gohlis als durchaus entspannt, was auch auf die nördliche, dem Zentrum leicht abgewandte Lage zurückzuführen ist.