Wohngemeinschaft (WG)

Für eine Wohngemeinschaft (WG) kommt nicht jede Wohnung infrage, da verschiedene Parameter erfüllt sein müssen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei der Grundriss: Im Idealfall ist die Wohnung in eine Vielzahl von einzelnen Zimmern unterteilt. Durch eine solche Aufteilung hat jeder Mitbewohner der Wohngemeinschaft einen abgetrennten Rückzugsort. Speziell in einer zweckgebundenen Wohngemeinschaft muss für alle Bewohner ein eigenes Zimmer vorhanden sein. Aber auch in einer Wohngemeinschaft von Freunden gilt es auf einen entsprechenden Grundriss zu achten, um im Streitfall jedem Bewohner die Möglichkeit des Rückzugs zu geben. Durch die Abgrenzung wird zum Beispiel sichergestellt, dass jeder Mitbewohner in Ruhe lernen kann und einen eigenen Ort für Besuch hat. Als grundlegende Orientierung dient dabei eine Mindestgröße von ca. 12 Quadratmeter pro Zimmer.

Von Nachteil sind hingegen Objekte mit Durchgangszimmern: Eine solche Wohnung ist für eine Wohngemeinschaft eher ungeeignet, weil eine Unterteilung in private Zimmer kaum möglich ist. Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollten die Zimmer auch ungefähr die gleiche Größe haben. Darüber hinaus gilt es auf eine geeignete Küche zu achten: Häufig fungiert die Küche als zentraler Anlaufpunkt innerhalb der Wohngemeinschaft, was die Wichtigkeit dieses Teilaspekts zusätzlich unterstreicht. Wenn kein weiterer Gemeinschaftsraum vorhanden ist, muss die Küche auf jeden Fall genügend Platz für einen großen Tisch und zugehörige Stühle bieten. Für Besprechungen und Diskussionen ist ein gemeinsam genutzter Raum für jede Wohngemeinschaft unverzichtbar. In größeren Wohngemeinschaften ab etwa 4 Mitbewohnern empfiehlt sich zudem auf das Vorhandensein eines zweiten Badezimmers oder eines Gäste-WCs zu achten.

Ein ergänzendes Kriterium ist die Nachbarschaft: Passt die Altersstruktur des Hauses zu den WG-Mitbewohnern? Wird das Objekt von weiteren Wohngemeinschaften bewohnt? Diese beiden Fragen dienen als Ausgangspunkte aller Überlegungen.